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Wieder mal ganz im Ernst: Haben Sie schon einmal ein „gebrauchtes“ Tier gekauft?

03.12.2006

Man kann ja über alles streiten. Es findet sich immer ein Gegner und fast immer auch ein Anwalt und ein Gericht. Also, auf geht´s:

Ein Mensch kauft ein sechs Monate altes Fohlen. Er entdeckt später, dass das Pferd einen Herzfehler hatte. Er wollte es dem Verkäufer zurück geben und sagte, er hätte ein neues Pferd gekauft, es dürfe daher keinen Herzfehler haben.

Der Verkäufer meinte: nein, der Käufer hätte ein gebrauchtes Pferd gekauft.

War das Pferd also neu oder gebraucht?

Die zwei ziehen vor Gericht. Es reichen nicht die Gerichte der ersten und der zweiten Instanz. Nein, der Bundesgerichtshof muss entscheiden.

Und was entscheidet der BGH (15.11.2006, Az. VIII ZR 3/06)?

Das Pferd war neu. Es sei bis zum Verkauf nicht als Reittier und auch nicht zur Zucht verwendet worden.

Hätte das nicht einem der bloße Menschenverstand auch sagen können?

P. S.: So leid mir die folgende Pointe dieser Geschichte tut – aber ich möchte Sie wahrhaftig informieren: Das Pferd hat den Rechtsstreit nicht überlebt.