Düsseldorfer Tabelle 2016

by Pfab Philipp / 01 Januar 2016 / No Comments

Schon wieder eine neue Düsseldorfer Tabelle! Zuletzt wurde die Düsseldorfer Tabelle zum 01.08.2015 geändert. Nun folgt die nächste Änderung jetzt zum 01.01.2016.

Die neue Düsseldorfer Tabelle können Sie hier herunterladen: Düsseldorfer Tabelle ab Januar 2016.

Die Änderungen betreffen (wieder einmal) ein paar Euro. Die Tabellenbeträge selbst zwar optisch etwas stärker gestiegen. Die Zahlbeträge (nach Abzug des hälftigen Kindergeldes) sind jedoch geringer. Hintergrund ist, dass zum 01.01.2016 das monatliche Kindergeld für ein erstes Kind von € 184,00 auf € 190,00 gestiegen ist.

So steigen also die Zahlbeträge für minderjährige Kinder von – dem geringsten Betrag – € 236,00 auf € 240,00 und beim höchsten Betrag von € 612,00 auf € 625,00.

Die neue Düsseldorfer Tabelle hat auch Auswirkungen für alte Unterhalttitel: hat ein Unterhaltsberechtigter einen so genannten dynamischen Unterhaltstitel und richtet sich der Unterhalt nach dem jeweiligen Betrag der Düsseldorfer Tabelle, so steigt der zu zahlende Unterhalt automatisch an. In der Regel übersehen es aber die Unterhaltspflichtigen, die Erhöhung der Düsseldorfer Tabelle anzuwenden. Also Rat vom RA Pfab: bitte den Unterhaltspflichtigen kurz darauf hinweisen. Die Berechnung des neuen Zahlbetrages ergibt sich dann direkt aus der Übersicht der Düsseldorfer Tabelle auf Seite 6.

Ob ein paar Euro den gesamtwirtschaftlichen Aufwand für die fortlaufende Änderung rechtfertigen, sei einmal außen vorgelassen. Jedenfalls werden sich die Unterhaltsberechtigten freuen.

Für die Unterhaltspflichtigen ist diese weitere Anhebung nicht immer nachvollziehbar. Der Selbstbehalt – also der Betrag, der dem Unterhaltspflichtigen auf jeden Fall verbleiben muss – wurde wieder nicht angehoben. Dies bedeutet, dass der Unterhaltsberechtigte überproportional von der Erhöhung profitiert.

About the author:

RA Pfab ist seit 2002 Rechtsanwalt.
Als Fachanwalt für Familienrecht berät er vor allem zu Unterhalt und Vermögensauseinandersetzungen und Scheidungen.
Mit dem Fachanwaltskurs für Erbrecht ist er für Beratungen zum Erben gerüstet: vor einem Erbfall bei Gestaltungen (Testament) und nach einem Erbfall bei der sinnvollen Regelung des Nachlasses.