Der Altersvorsorgeunterhalt ist ein Teilanspruch des Unterhalts zwischen Ehegatten – andere Teilansprüche sind insbesondere der Elementarunterhalt und der Krankenversicherungsunterhalt. Der Altersvorsorgeunterhalt (auch nur Vorsorgeunterhalt genannt) wird, wie der Name schon suggeriert, für den Fall des Alters – aber auch für den Fall der Erwerbsunfähigkeit gewährt. Dieser Unterhalt ist in der normalen Unterhaltsquote nicht enthalten – und wird daher in der Praxis oft übersehen. Da ein Ehegatte über den Versorgungsausgleich an der Altersvorsorge des Partners partizipiert, beginnt der Altersvorsorgeunterhalt erst dann, wenn diese Partizipierung endet – nämlich mit Stellen des Scheidungsantrags. Die Höhe des Altersvorsorgeunterhalts wird in der Praxis anhand der Bremer Tabelle berechnet. Hierzu wird erst ein normaler Unterhalt berechnet, daraus ein Bruttoeinommen errechnet und hiervon der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ermittelt. Dieser Betrag ist dann der Altersvorsorgeunterhalt. Zur weiteren Berechnung des allgemeinen Unterhalts muss dieser Altersvorsorgeunterhalt vom verfügbaren Einkommen abgezogen werden und dann – erneut – der Elementarunterhalt berechnet werden. Im Ergebnis wird daher der Altersvorsorgeunterhalt zur Hälfte von beiden Ehegatten bezahlt. Dieser Unterhalt muss aber gesondert neben dem Elementarunterhalt geltend gemacht werden. Erhaltene Unterhaltsbeträge sind dabei zweckgebunden und müssen für eine Altersvorsorge auch tatsächlich verwendet werden.