Mittels des Arrest kann verhindert werden, dass der Gegner über einen Vermögensgegenstand verfügt. Dies kann bei der Sicherung eines Zugewinnausgleichsanspruchs sinnvoll sein. Hier gibt es zwar noch andere Formen der Sicherung (Vorverlegung Zeitpunktes für Endvermögen und vorzeitiger Zugewinnausgleich). Diese helfen dem Ausgleichsberechtigten aber dann nicht weiter, wenn er seinen Anspruch letztlich nicht realisieren kann, weil der andere sein Vermögen beiseite gebracht hat. Die Sicherung durch Arrest führt dann dazu, dass der Anspruch vorläufig, schnell und beständig gesichert wird. Diese Sicherung ist möglich, sobald ein Zugewinnausgleichsanspruch geltend gemacht wird. Zusätzlich muss jedoch noch ein Arrestgrund (die Besorgnis, dass die Vollstreckung eines Zugewinnausgleichsanspruches ohne den Arrest wesentlich erschwert werden würde – dies kann sich z. B. bei der Veräußerung eines Grundstücks oder Betriebes oder dem Umzug ins Ausland ergeben. Der Arrest wird dann als Pfändung durchgeführt. Dadurch wird es dem anderen unmöglich, über einen bestimmten Gegenstand zu verfügen. Bei einer Immobilie kann eine Zwangshypothek in das Grundbuch eingetragen werden; bei einem Konto kann dies von der Bank gesperrt werden. Dadurch ist es auch tatsächlich ausgeschlossen, dass Vermögen auf die Seite gebracht wird.