Jedes Kind hat Anspruch auf eine optimale begabungsbezogene Berufsausbildung. Welchen Beruf ein Kind ergreifen will, bestimmt es, wenn es volljährig ist, selbst. Auch wenn die Eltern wollen, dass die Firma später übernommen wird, kann das Kind frei wählen. Die Kosten der Ausbildung müssen grundsätzlich die Eltern (und zwar beide) tragen. Allerdings sind hierbei auch Grenzen zu berücksichtigen. Das Kind muss zunächst für die gewählte Ausbildung geeignet sein. Sodann muss die Ausbildung zielstrebig begonnen und durchgeführt werden. Eine angemessene Orientierungsphase mag noch zulässig sein; ein dezidiertes Bummelstudium ist es aber nicht mehr. In der Regel sind ein bis zwei Jahre Umwege noch aktzeptabel. Es kommt aber immer auf den Einzelfall an. Die Eltern haben grundsätzlich nur die Pflicht, die Kosten einer Ausbildung zu zahlen; eine Zweitausbildung in der Regel nicht. Auch hier gibt es Ausnahmen, wenn z. B. die Eltern auf die Beendigung einer früh als falsch erkannten Ausbildung beharrten.