Unterhalt kann nur dann richtig berechnet werden, wenn man genaue Kenntnis über das Einkommen des Unterhaltspflichtigen hat. Daher gibt das Recht dem Unterhaltsberechtigten gegenüber dem anderen ein Auskunftsrecht über dessen Einkommen. Die Auskunft ist aber nur auf Verlangen zu erteilen, daher muss der Berechtigte den anderen auch erst einmal zur Auskunft auffordern. Diese Aufforderung hat noch eine wesentliche Bedeutung: ab dem Zeitpunkt dieser Aufforderung kann (auch wenn die genaue Unterhaltshöhe erst später berechnet werden kann, dann rückwirkend) Unterhalt verlangt werden. Die Auskunftspflicht erstreckt sich dann auf das Einkommen für den Zeitraum der letzten 12 Monate – bei einem Selbständigen und sonstigen schwankenden Einkünften auf drei Jahre, manchmal auch auf fünf Jahre. Eine neue Auskunft kann in der Regel alle zwei Jahre verlangt werden. Wenn sich ein Verfahren über eine längere Zeit hinzieht müssen daher von Zeit zu Zeit die Daten aktualisiert werden.