Beim Zugewinnausgleich muss im Streitfall vor Gericht bewiesen werden, dass der Gegner ein bestimmtes Anfangs- und Endvermögen hat. Ein Auskunftsanspruch reicht hierzu nicht aus, da vor Gericht im Zweifel auch ein Beleg vorgelegt werden muss. Daher gibt das Gesetz jedem Ehegatten zusätzlich zum Auskunftsanspruch einen Belegvorlageanspruch. Die Belege können zu jedem Vermögensposten aus der erteilten Auskunft verlangt werden um die Angaben des jeweils anderen zu kontrollieren. In der Praxis werden die Belege – zum Teil – gleich mit der Auskunft vorgelegt, um darzulegen, dass die erteilte Auskunft auch richtig ist. Der Beleganspruch besteht zu den drei Stichtagen. Die einzelnen vom anderen Ehegatten gewünschten Belege sind jedoch genau zu bezeichnen. Sollte die Auskunft durch einen Gerichtsvollzieher nach einer Klage vollstreckt werden müssen, so muss der Gerichtsvollzieher anhand der Bezeichnung des Beleges genau ersehen können, welcher Beleg gemeint ist. Ein Auskunfts- bzw. ein Beleganspruch, der „Belege zu allen Konten“ verlangt, ist daher zu ungenau.