Für die Berechnung von Unterhalt ist zunächst das Einkommen des Unterhaltpflichtigen zu ermitteln. Das für den Unterhalt relevante Einkommen ist dann das so genannte bereinigte Nettoeinkommen. Dies berechnet sich zunächst wie beim Kindesunterhalt: das gesamte Einkommen des Unterhaltspflichtigen muss ermittelt und dann unterhaltsrechtlich relevante Abzüge gemacht werden. Diese sind Einkommens- und Kirchensteuer, Vorsorgeaufwendungen für Alter, Krankeit und Arbeitslosigkeit, berufsbedingte Aufwendungen Angestellter, etwaige Kinderbetreuungskosten, konkreter Mehrbedaf wegen Alter oder Krankheit und berücksichtigungswürdige Schulden. Darüber hinaus sind, anders als beim Kindesunterhalt, noch folgende Posten abzugsfähig: der Kindesunterhalt selbst (als Zahlbetrag, nicht der eigentliche Tabellenbetrag), sonstige Unterhaltslasten und – bei gutem Einkommen – auch vermögenswirksame Leistungen.