Für die Anwendung der Düsseldorfer Tabelle ist zunächst das Einkommen des Unterhaltpflichtigen zu ermitteln. Das hier relevante Einkommen ist das so genannte bereinigte Nettoeinkommen. Zunächst muss dafür das gesamte Einkommen des Unterhaltspflichtigen ermittelt werden. Sodann müssen davon Abzüge gemacht werden. Es dürfen dabei nur unterhaltsrechtlich relevante Abzüge gemacht werden, nicht aber die allgemeinen Lebenshaltungskosten (wie Haushaltsgeld, Lebensmittelkosten oder Miete). Die zulässigen Abzugsposten sind: die Einkommens- und die Kirchensteuer, Vorsorgeaufwendungen für Alter, Krankeit und Arbeitslosigkeit (also Sozialversicherung KV, PV, RV, AV und weitere private Vorsorge), berufsbedingte Aufwendungen Angestellter, etwaige Kinderbetreuungskosten, konkreter Mehrbedaf wegen Alter oder Krankheit und berücksichtigungswürdige Schulden.