Computerprogramme unterstützen in der Regel die Berechnung von Unterhalt oder Zugewinn. Wohl am meisten Verbreitung findet hier das so genannte Gutdeutsch-Programm aus dem C.H. Beck Verlag („Familienrechtliche Berechnungen“). Zumindest die Richter am Amtsgericht München, Familiengericht, rechnen ebenfalls mit diesem Programm. So hilft ein Ausdruck der Berechnung für die Bezifferung eines Anspruchs weiter. Rein rechtlich ersetzt die Vorlage der Berechnung jedoch nicht den eigentlichen Sachvortrag, d. h. in einem Schreiben oder Schriftsatz müssen die einzelnen Gesichtspunkte und Rechenschritte gesondert aufgeführt werden. Und noch etwas: das Schwierige bei einem Computerprogramm ist natürlich nicht, am Ende auf den Berechnen-Knopf zu drücken. Das wesentlich ist, wo genau was eingegeben wird. Daher muss z. B. eine Einkommensermittlung eines Selbständigen gemacht werden, bevor die Ergebnisse der Berechnung in die Berechnung des Unterhalts eingegeben werden. Zudem muss man z. B. wissen, welche Abzugsposten tatsächlich ansetzbar sind und welche nicht. Ein Programm unterstützt, kann aber eine fundierte Beratung und Berechnung nicht ersetzen.