Die Nutzung eines Dienstwagens gehört zu den häufigsten Arten von vermögenswerten Vorteilen oder Sachbezügen eines Erwerbstätigen – gleich, ob selbständig oder nichtselbständig. Dieser geldwerte Vorteil ist steuerrechtlich zu bewerten (in der Regel die 1%-Regelung oder Fahrtenbuch); diese Zuwendung ist aber auch unterhaltsrechtlich zu erfassen. Hierzu ist die Höhe des Wertes der Zuwendung zu schätzen – Eigenersparnisse sind dabei abzuziehen. Die Schätzung hat den Umfang der Arbeitgeberleistung zu berücksichtigen, insbesondere Versicherung, Benzin, Steuern. Es ist dann jedoch auch die Mehrbelastung zu berücksichtigen, die durch die Erhöhung des Bruttoeinkommens infolge der Firmenwagennutzung entsteht. Viele Gerichte berechnen hier nicht genau den Wert des Vorteils, sondern schätzen den Wert – in der Regel zwischen € 200,00 und € 500,00. Damit erfolgt aber in der Praxis keine tatsächliche Schätzung. Vielmehr wird einfach ein Wert innerhalb der Spanne angenommen. Im Zweifel empfiehlt sich aber tatsächlich eine genaue steuerliche Berechnung des Vorteils.