Die Düsseldorfer Tabelle wird für die Berechnung des Kindesunterhaltes benötigt. Aus der Tabelle kann abgelesen werden, bei welchem Einkommen des Unterhaltspflichtigen sich welcher Kindesunterhalt ergibt.

Die Tabelle selbst ist zwar kein Gesetz. Sie wurde vom Oberlandesgericht Düsseldorf aufgestellt. Sie stellt allein eine Richtschnur dar. In der Praxis hält sich jedoch jedes Gericht an diese Tabelle.

Für die Anwendung ist zunächst das bereinigte Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen zu ermitteln. Grob gesagt ist dies das Bruttoeinkommen, davon werden Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und einige weitere Posten abgezogen. Aus diesem Einkommen ergibt sich eine Einkommensgruppe.

Sodann muss ermittelt werden, wievielen Personen der Unterhaltspflichtige Unterhalt schuldet – die Düsseldorfer Tabelle geht von zwei Unterhaltsberechtigten aus. Sind es mehr oder weniger muss die Einkommensgruppe herab- bzw. heraufgestuft werden.

Der geschuldete Unterhalt lässt sich nun von der Zeile des Einkommens in der Spalte des Kindesalters ablesen. So ergibt sich z. B. bei zwei Unterhaltsberechtigten, einem bereinigten Einkommen des Unterhaltspflichtigen von € 3.000,00 und einem Alter des Kindes von 10 Jahren ein Tabellenunterhalt von € 437,00.

Der Unterhaltspflichtige kann sich dann das halbe Kindergeld anrechnen lassen. So ergibt sich im Beispielsfall ein Zahlbetrag in Höhe von € 345,00 monatlich.

Dieser Unterhalt ist dann an denjenigen zu bezahlen, der das Kind betreut. Eine Zahlung direkt an das (minderjährige) Kind ist nicht möglich. Der Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle deckt den allgemeinen Lebensbedarf ab, nicht aber Mehrbedarf, Sonderbedarf und insbesondere keine Kranken- und Pflegeversicherungskosten und auch keine Kosten für einen Kindergarten.