Ein minderjähriges Kind kann seinen Unterhalt auf drei Arten geltend machen: als Festbetrag, als Prozentsatz des Mindestunterhalts einer Altersstufe oder als Prozentsazt des Mindestunterhalt für alle Altersstufen bis zum 18. Lebensjahr. Die beiden letzten Möglichkeiten bedeuten dabei den so genannten dynamischen Unterhalt. Mit jeder Anhebung der Mindestsätze der Düsseldorfer Tabelle wird der Unterhalt automatisch angehoben. Besteht ein vollstreckbarer Unterhaltstitel, so kann auch gleich der höhere Betrag vollstreckt werden, ohne dass vorher eine Anpassung oder Abänderung erforderlich ist. In der Regel vereinbart man in der Praxis den dynamischen Unterhalt über alle Altersstufen. In diesem Fall erhöht sich der Unterhalt nicht nur bei einer Anhebung der Mindestsätze der Düsseldorfer Tabelle, sondern auch bei Eintritt des Kindes in die nächsthöhere Altersstufe. Dadurch werden Abänderungsverfahren vermieden.