Für die Ermittlung des Unterhaltsanspruchs muss der andere eine Einkommensauskunft nach bestem Wissen und Gewissen erteilen. Besteht allerdings Anlaß zur Vermutung, dass dies nicht der Fall ist, kann beantragt werden, dass der andere die Vollständigkeit eidesstattlich versichert. In der Praxis treten oftmals Ungereimtheiten oder offensichtliche Fehler in den Auskünfte auf. Ob das immer nur grobe Fehler oder Betrugsmaschen sind, kann man nicht immer genau sagen. Sie sind jedenfalls nicht nur ärgerlich, sondern auch unfair. Ohne die richtige Angabe kann ein richtiger Unterhalt schlicht nicht berechnet werden. Die Aufdeckung von Betrugsversuchen scheitert in der Praxis oft jedoch daran, dass für die fehlenden Einkünfte keine Beweise erbracht werden können.