Die Einkommensermittlung ist der wesentliche Teil zur Berechnung eines Unterhalt. Die Ermittlung beginnt damit, dass der andere zur Auskunft über sein Einkommen aufgefordert wird. Er muss dann eine geordnete Auskunft erteilen und alle Einkommensposten auflisten. Auf Aufforderung müssen dazu entsprechende Belege vorgelegt werden. Nach den rechtlichen Anforderungen müsste die Auskunft in Form einer systematischen Zusammenstellung erteilt werden. In der Praxis werden aber oft nur Unmengen an Belegkopien übersendet. Dies soll manchmal den Gegner verwirren oder ihm einfach nur Mühe machen (obwohl, wie gesagt, die übersichtliche Zusammenstellung eigentlich die Aufgabe desjenigen wäre, der Auskunft erteilt). Die Arbeit des Rechtsanwalts besteht nun darin, die Auskunft dahin gehend zu prüfen, welche Posten unterhaltsrechtlich relevant und daher für das Einkommen zu berücksichtigen sind. Dies ist bei einem Angestellten noch relativ einfach (da gibt es eine Lohnabrechnung). Dies ist bei einem Gewerbetreibenden, der bilanziert, schon schwieriger.