Innerhalb einer bestehenden Ehe hat jeder der Ehegatten gegenüber dem anderen einen Anspruch, aber auch eine Verpflichtung dahingehend, einen angemessenen Beitrag zum benötigten Lebensunterhalt der Familie zu leisten. Dies kann dadurch erfolgen, dass beide berufstätig sind und entstehende Kosten und Haushaltstätigkeiten gleichmäßig verteilen (so z. B. bei Doppelverdienerehen); dies kann aber auch dadurch erfolgen, dass einer der Ehegatten die Geldmittel besorgt und der andere die Haushaltstätigkeiten verrichtet (z. B. in einer Haushaltsführungsehe). Beide Arten der Lastenverteilung sind gleichwertig. Der Familienunterhalt umfasst nun, insbesondere wenn bei einer Haushaltsführungsehe der berufstätige das notwendige Haushaltsgeld nicht bereit stellt, die zur Führung des Haushalts erforderlichen Geldmittel. Die Höhe richtet sich je nach objektiv vergleichbar situierten Familien. Daneben hat derjenige, der den Haushalt führt, auch Anspruch auf ein so genanntes Taschengeld. Dies umfasst in der Regel 5 -7 % des Nettoeinkommens des Berufstätigen. Der Familienunterhalt kann jedoch nur bis zur Trennung der Eheleute geltend gemacht werden. Ab einer Trennung von Eheleuten wird der Familienunterhalt durch den Trennungsunterhaltsanspruch abgelöst.