Zunächst ist jede natürliche Person Eigentümerin ihres eigenen Vermögens. Sie kann im Rahmen der Gesetze damit tun und lassen, was sie will. Eine gemeinsame Lebensgemeinschaft, wie die Ehe, bedeutet aber immer auch ein gemeinsames Wirtschaften. Dann braucht es eine Regelung für die Zuordnung von Vermögensgegenständen und eine Antwort auf die Frage, wie im Falle z. B. einer Scheidung das Vermögen und etwaige Zuwächse gerecht zu verteilen sind. Derartige Regelungen umfassen die sogenannten Güterstände.

Die Güterstände und das eheliche Güterrecht sind im deutschen Recht im 4. Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches und dort in den §§ 1363 bis 1563 BGB geregelt. Es werden drei verschiedene Güterstände angeboten: die Zugewinngemeinschaft, die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft.

Wenn die Ehegatten jedoch vertraglich nichts vereinbaren, gilt der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, vgl. § 1363 Abs. 1 BGB.