Der Halbteilungsgrundsatz begrenzt in der Praxis oft den Unterhaltsanspruch eines eigentlich Unterhaltsberechtigten. Der Grundsatz besagt, dass dem Unterhaltspflichtigen mindestens die Hälfte des von ihm erwirtschafteten Einkommens verbleiben muss. Damit kann ein Unterhaltsberechtigter nicht mehr bekommen, als dem Unterhaltspflichtigen verbleibt. Der Grundsatz ergibt sich nicht direkt aus dem Gesetz, vielmehr wurde er in Analogie aus dem Versorgungsausgleich und dem Zugewinnausgleichsrecht gebildet.