Beim nachehelichen Unterhalt ist die Unterhaltshöhe nach den ehelichen Lebensverhältnissen und dem in der Ehe angelegten Einkommen zu berechnen. Man kann nun trefflich streiten, welches Einkommen noch in der Ehe angelegt ist, und welches nicht. Die Gerichte haben bei folgenden Einkommen bejaht, dass sie in der Ehe angelegt sind: die Aufnahme oder Ausweitung einer Tätigkeit nach der Scheidung bei Haushaltsführung während der Ehe; ein beruflicher Wechsel in eine gleichwertige Tätigkeit; die üblichen und absehbaren Einkommenssteigerungen; Einkommensminderungen bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit oder Renteneintritt; bei Regelbeförderungen. Im Ausgabebereich wurde dies bejaht bei: einer Änderung der Steuerklasse; einem Wegfall von Kreditraten oder Wegfall der Pflicht zur Kindesunterhaltszahlung.