Beim Kindesunterhalt ist es wie bei anderen Unterhaltsansprüchen auch: allein die Möglichkeit, Unterhalt zu fordern, sichert den Unterhaltsgläubiger nicht ausreichend ab. Im Zweifel muss dieser erst langwierig zu Gericht und den Anspruch einklagen. Daher sollte im Rahmen eines Unterhaltsverfahrens (oder im Rahmen einer Unterhaltsklärung) immer dafür gesorgt werden, dass der Unterhaltsgläubiger einen Unterhaltstitel in der Hand hat. In diesem Titel verpflichtet sich der Schuldner zu Zahlung von Unterhalt und – das ist das Wesentliche – unterwirft sich sofort der Zwangsvollstreckung. D. h. zahlt er nicht kann alleine mit diesem Titel der Gerichtsvollzieher mit der Pfändung beauftragt werden. Ein derartiger Titel kann beim Notar oder bei Gericht, aber beim Kindesunterhalt auch beim Jugendamt errichtet werden. Die Vorteile beim Jugendamt sind, dass der Titel schnell errichtet werden kann und vor allem, dass die Errichtung kostenlos ist.