Einkünfte aus Kapital sind bei der Unterhalsberechnung zu berücksichtigen. Dies sind inbesondere Zinsen, Dividenden und sonstige Kapitalerträge. Die hierauf entfallende Kapitalertragsteuer von 25 % (vom Betrag über dem Freibetrag), wie auch allgemeine Werbungskosten, wie Depotgebühren und Bankspesen sind davon abzuziehen. Das Ergebnis ist rechnerisch einfach. In der Praxis wird aber immer wieder behauptet, dass keine Kapitalerträge vorliegen würden. Zum Beweis wird dann er Einkommensteuerbescheid vorgelegt. Nur: seit 2009 tauchen die Kapitalerträge dann nicht mehr in der Steuer auf, wenn die pauschale Steuer entrichtet wird. Damit ist der Einkommensteuerbescheid kein aussagekräftiger Beleg. Die Erträge ergeben sich nur noch aus den Erträgnisaufstellungen der Banken. Diese werden immer für ein Kalenderjahr erstellt und üblicherweise Ende Januar, Anfang Februar des Folgejahres an die Kunden versendet. Man sollte immer auf Vorlage dieser Erträgnisaufstellung bestehen. Dann taucht aber in der Praxis wieder das Problem auf, dass nur die Aufstellungen einzeln benannt werden können, bei denen die Banken bekannt sind.