Der Krankenversicherungsunterhalt ist ein Teilanspruch des Unterhalts zwischen Ehegatten. Er muss, wie auch andere Teilansprüche wie der Altersvorsorgeunterhalt, jedoch gesondert geltend gemacht werden. Der Unterhalt umfasst die Kosten einer angemessenen Krankenversicherung, wie auch die Kosten einer angemessenen Pflegeversicherung. In der Praxis ist dieser Teilanspruch des Unterhalts während der Trennungszeit von Eheleuten nicht wesentlich. Hintergrund ist hier, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung immer eine Mitversicherung bis zur Rechtskraft der Scheidung besteht. In der privaten Krankenversicherung erfolgt die Versicherung oft über einen einheitlichen Vertrag, sodass hier die Zahllast beim in der Regel leistungsfähigeren Hauptversicherungsnehmer liegt. Für die Zeit des nachehelichen Unterhalts ist der Krankenversicherungsunterhalt jedoch wesentlich und unbedingt gesondert geltend zu machen.