Die Kosten für eine Scheidung sind nicht immer von vornherein genau abschätzbar. Für das Scheidungsverfahren selbst hängen die Kosten im Wesentlichen vom Einkommen und Vermögen beider Beteiligter ab. Am Ende eines Scheidungsverfahrens setzt das Gericht den Streitwert fest, von dem die gesetzlichen Gerichts- und Anwaltsgebühren abhängen. Eine grobe Schätzung der Scheidungskosten können Sie HIER errechnen. Dies ist noch der einfache Teil. Bei einer Scheidung ist aber nicht absehbar, welche Punkte streitig werden. Die oben genannten Scheidungskosten gelten daher auch nur für die Scheidung und den Versorgungsausgleich. Streiten sich die Beteiligten auch noch um Unterhalt und Zugewinnausgleich, so werden die Kosten starkt ansteigen. Problematisch ist, dass man sich gegen ein Verfahren, welches der andere beginnt, auch wehren muss. Daher hat man es nicht immer selbst in der Hand, welche Verfahren eröffnet werden und welche Kosten damit entstehen. Eine Kostenschätzung ist für einen Einzelfall natürlich möglich; sie gehört auch zu einer guten Beratung im Rahmen einer Scheidung dazu. Einen Online-Rechner, der hier alle Möglichkeiten berücksichtigt, kenne ich jedoch nicht. Ich kläre meine Mandanten immer vorher über die möglichen Kosten auf, damit sie planen können. Ob die Kosten dann tatsächlich entstehen, muss sich erst zeigen.