Oftmals versuchen Ehepartner im Rahmen des Zugewinnausgleichsverfahrens, an den anderen möglichst wenig zu zahlen, indem ein möglichst geringes Endvermögen erreicht wird. Ein Teil der Vermögensminderungen zwischen Trennung und Scheidung oder durch Manipulationen kann aufgefangen werden. Werden jedoch Gelder nachvollziehbar und plausibel ausgegeben, so kann dies nicht korrigiert werden (z. B. neue Couchgarnitur, neue Küche). Diese Beträge, auch wenn es sich um ersichtlich teure Ausgaben handelt, können dem Endvermögen nicht hinzugerechnet werden. Oft wird z. B. eine Lebensversicherung aufgelöst und das Kapital durch einen großzügigen Lebensstil einfach verbraucht (ohne dass dies Verschwendung sein muss). All dies mindert natürlich das Endvermögen des Ausgleichspflichtigen. Es ist daher stets sinnvoll und in der Regel notwendig, Maßnahmen zur Sicherung der Ausgleichsforderung zu ergreifen. In Betracht kommen hier vor allem drei Wege: Die Vorverlegung des Stichtages für das Endvermögen, ein vorzeitiger Zugewinnausgleiches und der Arrest von Vermögen.