Für die Ermittlung und für die Bewertung des Vermögens im Rahmen eines Zugewinnausgleichs gilt das so genannte strenge starre Stichtagsprinzip. Es ist immer genau an einem Tag eine Bewertung vorzunehmen. Der Tag vor und der Tag nach dem jeweiligen Stichtag sind für die Ermittlung und Bewertung ohne Relevanz.

Beim Zugewinn muss das Anfangsvermögen und das Endvermögen zu genau einem Stichtag ermittelt und bewertet werden.

Das Stichtagsprinzip gilt auch z. B. bei Aktiendepots. Diese können naturgemäß starkt schwanken. Auch hier ist immer genau an nur einem Tag eine Bewertung vorzunehmen – unabhängig davon, wem vielleicht eine frühere oder spätere Bewertung nützen würde.