Die Mutter eines Kindes, das sie mit einem nicht mit ihr verheirateten Mann bekommen hat, kann von diesem Unterhalt verlangen. Dieser Anspruch besteht dabei neben dem Kindesunterhaltsanspruch. Ihr Anspruch besteht für den Zeitraum von vier Monaten vor der Geburt bis mindestens drei Jahre nach der Geburt. Für diesen Zeitraum hat die Kindesmutter einen Anspruch auf persönliche Betreuung des Kindes. Sie kann natürlich ihr Kind auch später weiter selbst betreuen, es ist aber dann zu prüfen, ob sie weiterhin Geld vom Vater des Kindes für sich selbst verlangen kann (wie gesagt, der Kindesunterhaltsanspruch ist davon unabhängig). Ein Unterhaltsanspruch über die drei Jahre hinaus ist nur dann gegeben, wenn kindes- oder elternbezogene Gründe hierfür sprechen. Es muss immer der Einzelfall geprüft werden – am sinnvollsten anhand der Prüfungspunkte verlängerter Betreuungsunterhalt. Ein schematisches Altersphasenmodell, das allein auf das Alter eines hypothetischen Kindes abstellt, ist daher nicht mehr möglich.