Unterhalt bedeutet im Familienrecht meistens, dass einer einem anderen etwas zahlen muss. Die üblichen Unterhaltsbereiche sind Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt. Der Unterhalt für den Ehegatten muss man jedoch in zwei Bereiche unterteilen: in den Trennungsunterhalt (für die Zeit ab der Trennung bis zur Scheidung) und in den nachehelichen Unterhalt (für die Zeit ab der Scheidung), sowie den Unterhalt für die Mutter des gemeinsamen nichtehelichen Kindes. Dieses sind auch rechtlich unterschiedliche Bereiche, auch wenn die Berechnung der Unterhaltshöhe irgendwie ähnlich ist. In der Praxis gibt es über den Kindesunterhalt am wenigsten Streit. Hintergrund ist, dass es eine relativ schematische Berechnung gibt: die mittels der Düsseldorfer Tabelle. Am meisten Streit gibt es um Trennungsunterhalt und Nachehelichen Unterhalt. Oftmals will ein Partner für den alten Partner nicht mehr als nötig zahlen. Es gibt aber noch weitere Bereiche des Unterhalts, die aber in der Praxis nicht so oft auftauchen:  der Unterhalt während bestehender und intakter Ehe (so genannter Familienunterhalt) und der Unterhaltsanspruch der Eltern gegenüber den eigenen Kindern (so genannter Elternunterhalt). Um einen Unterhaltsanspruch zu prüfen muss zunächst ermittelt werden, ob überhaupt ein Unterhaltstatbestand gegeben ist (also ob einer überhaupt unterhaltsberechtigt sein kann); sodann, ob der Unterhaltsberechtigte überhaupt bedürftig ist (also ob er – aus dem Blick des Gesetzes – tatsächlich Geld braucht); sodann ist die Unterhaltshöhe zu ermitteln und schließlich, ob der Unterhaltsverpflichtete in diesem Rahmen auch leistungsfähig ist.