Mit einer Unterhaltsvereinbarung können Unterhaltsansprüche geregelt werden. Grundsätzlich können dies alle Arten von Unterhalt sein: Kindesunterhalt, Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt – dies sind die häufigsten Fälle. Es können aber auch Elternunterhalt, sonstiger Verwandtenunterhalt oder der Unterhalt einer Mutter, die mit dem Kindesvater nicht verheiratet sein. Eine Unterhaltsvereinbarung ist daher nicht nur Ehegatten vorbehalten. Beide Parteien sind daher auch frei zu entscheiden, wann sie eine derartige Vereinbarung abschließen wollen. Es sind vom Gesetz her jedoch bei den einzelnen Bereichen einige – je unterschiedliche – Vorgaben zu beachten. Dies gilt für die Form: muss es eine notarielle Vereinbarung sein, oder reicht auch eine mündliche? Dies gilt für den Inhalt: kann der Unterhalt für eine Mutter, die einen Säugling betreut ausgeschlossen werden? Dies gilt aber auch für die Formulierung: eine gefühlige Deklamation, dass der andere sich an Mehrkosten soweit es ihm möglich ist, beteiligen solle, wird am Ende nicht vollstreckbar und daher eigentlich sinnlos sein.