Ansprüche auf Trennungsunterhalt, so sie bestehen, stehen nicht zur völligen Disposition der Beteiligten. So können beide Eheleute auf Trennungsunterhalt für die Zukunft nicht verzichten. Sie können allerdings auf zum Zeitpunkt einer Vereinbarung aufgelaufene Rückstände verzichten. Eine besondere Form ist hier – anders als beim nachehelichen Unterhalt – nicht erforderlich. Das Verbot des Verzichts auf Ansprüche für die Zukunft hat in der Praxis noch eine Auswirkung. Es darf nämlich auf den Anspruch nicht, auch nicht teilweise verzichtet werden. Die Rechtsprechung lässt hier für Modifikationen des Unterhaltsanspruchs noch einen Gestaltungsspielraum von 20 % geltend. Wird dieser aber überschritten ist die gesamte Vereinbarung unwirksam. Dies ist praktisch oft schwierig, weil zunächst die genaue Höhe eines etwaig geschuldeten Trennungsunterhalts ermittelt werden muss, bevor eingeschätzt werden kann, ob hier eine Abweichung von nicht mehr als 20 % vorliegt.