Das Vermögen ist ein wesentlicher Begriff für die Durchführung des Zugewinnausgleichs. Derjenige, der während der Ehe mehr an Vermögen hinzugewonnen hat, muss dem anderen einen Ausgleich leisten.

Doch was ist „Vermögen“?

Das Vermögen ist zunächst das vollständige Aktivvermögen eines Ehegatten, damit die Summe aller ihm zustehenden geldwerten Rechtspositionen (Sachen und Rechte). Von diesem Aktivvermögen sind die Verbindlichkeiten abzuziehen. Das Ergebnis dieser Berechnung stellt dann das Vermögen (ausgedrückt in einer Summe Euro) dar.

Allerdings nicht zum Vermögen gehören sogenannte Haushaltsgegenstände, früher sagte man auch Hausrat dazu. Haushaltsgegenstände sind alle Gegenstände, die üblicherweise für die Wohnung, den Haushalt und das Zusammenleben der Familie bestimmt sind. Diese dienen der gemeinsamen Lebensführung und stehen daher im gemeinsamen Eigentum beider Ehegatten. Diese Gegenstände werden gesondert ausgeglichen und unterfallen daher nicht dem Zugewinn.

Nicht zum Vermögen gehören weitere Ansprüche, die auf eine Versorgung, insbesondere hier aus der Rentenversicherung, gerichtet sind. Auch diese Ansprüche werden z. B. bei einer Scheidung gesondert ausgeglichen.