Wenn die auszugleichenden Rentenanwartschaften im Versorgungsausgleich ermittelt sind, stellt sich die Frage, wie die Ansprüche konkret ausgeglichen werden. Es wird dann nicht alles in einen Topf geworfen, sondern es wird jedes Recht einzeln ausgeglichen. Dies gilt für die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wie auch der sonstigen Ansprüche. Von jedem einzelnen Recht erhält der jeweils andere genau die Hälfte. Die Durchführung des Ausgleichs erfolgt mittels interner oder externer Teilung. Bei der internen Teilung macht der Versorgungsträge für jeden den Anspruch zwei Unterkonten auf und schiebt jeweils die Hälfte der Ansprüche auf das eine und auf das andere Konto. So haben dann beide Ehegatten z. B. bei einem privaten Rentenversicherungskonto einen eigenständigen Anspruch gegen den Versicherungsträger. Bei der externen Teilung zahlt der Versicherungsträger den Gegenwert der halben Ansprüche in einer Geldsumme aus. Diese Summe muss aber vom Empfänger wieder in eine Altersversorgung investiert werden. Hierbei hat er jedoch die Wahl, in welche Versicherung er investieren möchte. Der Ausgleich erfolgt am Ende des Scheidungsverfahrens im Scheidungsbeschluss selbst. Hierbei werden die jeweiligen Versicherungsträger zur entsprechenden Teilung verpflichtet.