Die Rentenanwartschaften, die im Versorgungsausgleich ausgeglichen werden sollen, werden vom Gericht selbst ermittelt. Das Gericht schickt dazu den Beteiligten Fragebögen. Darin sind die jeweiligen Versorgungsträger anzugeben, etwaige Vertragsnummern mitzuteilen und an das Gericht zurück schicken. Nun erhält des jeweils andere eine Kopie um die Angaben zu überprüfen. Das Gericht schreibt dann die Versorgungsträger an und bittet um Mitteilung, welche Anwartschaften im Einzelnen bestehen. Die Auskunft ist hierbei immer auf die für den Versorgungsausgleich relevante Ehezeit zu beziehen. Dies ist der Monatserste der Eheschließung bis zum Monatsletzten, der dem Scheidungsantrag vorausging. Die Versorgungsträger berechnen nun die Ansprüche und teilen dies dem Gericht mit – welches die Auskünfte an die beteilgten Rechtsanwälte weiter leitet. Dies alles dauert in der Regel zwischen einem Monat und vier Monaten. Der Anwalt prüft dann, ob die Werte zutreffend ermittelt sind.