Bei der Durchführung des Zugwinnausgleichs kann neben der Auskunft zum Vermögen jeder Ehegatte zusätzlich verlangen, dass der Wert der jeweiligen Vermögensgegenstände ermittelt wird und entsprechende Angaben für die Wertermittlung gemacht werden. Warum ist dies erforderlich? Bei einem reinen Auskunftsanspruch müsste z. B. nur angegeben werden, dass sich zum Stichtag ein Pkw der Marke DACIA im Endvermögen befunden hat. Dies sagt jedoch nichts über den tatsächlichen Wert des Pkw aus. Mit dem Anspruch auf Wertermittlung kann die Erstellung eines Gutachtens verlangt werden (beim Pkw vielleicht nicht immer sinnvoll, ggf. aber bei Oldtimern – sicher aber bei Unternehmen). Mittels des Anspruchs auf Angabe von wertbildenden Faktoren kann Auskunft beim Pkw z. B. zu Fabrikat, Baujahr, Kilometerstand, Erhaltungszustand und etwaigen Unfällen eines Pkw geltend gemacht werden. Mit Kenntnis der wertbildenden Faktoren kann dann der Wert eines Vermögensgegenstandes eingeschätzt oder überprüft werden. Der Anspruch auf Wertermittlung und Angabe der wertbildenden Faktoren besteht, wie der Auskunftsanspruch, zu den drei Stichtagen, Anfangsvermögen, Trennungsdatum, Endvermögen.