Ein nachehelicher Unterhaltsanspruch kann (nur unter engen Voraussetzungen) wieder aufleben. Dies ist nach dem Gesetz nur möglich, wenn ein geschiedener Ehegatte wieder heiratet, sich wieder scheiden lässt und dann vom ersten Ehegatten noch ein gemeinsames Kind betreut. Damit lebt hier der Betreuungsunterhalt wieder auf. Dabei ist aber genau zu prüfen, ob der Betreuungsunterhalt überhaupt noch geschuldet ist. Dieser ist grundsätzlich für drei Jahre nach der Geburt des Kindes geschuldet, länger nur solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. In der Praxis ist das Wiederaufleben des Unterhaltsanspruchs daher nicht allzu häufig.